PRO MASSIVHAUS® - Kleines Energielexikon: T

Taupunkt

Der Taupunkt ist ein temperaturabhängiger Zustand.
Er beschreibt den Punkt, bei dem Luft kein Wasser mehr aufnehmen kann, da sie die  Sättigungsgrenze erreicht hat. Die  Sättigungsgrenze entspricht 100% relativer Luftfeuchte.
Je wärmer die Luft ist, desto mehr Wasser kann sie binden. Umgekehrt: je kühler die Luft ist, desto weniger Wasser bindet sie. Die relative Luftfeuchte erreicht in beiden Fällen ihre  Sättigungsgrenze mit 100%, jedoch ist der absolute Wassergehalt je Kubikmeter Luft in der warmen Luft größer als in der kalten.
Wird die Lufttemperatur verringert, beispielsweise durch das Abkühlen an kalten Wand- oder Fensterflächen, kondensiert der in der Luft enthaltene Wasserdampf aus. Das ausgeschiedene Kondensat erhöht die Bauteil- oder die Oberflächenfeuchte, was zu einer Reduzierung der Dämmeigenschaften führen kann.
Bei Brennwertkesseln wird der Wasserdampftaupunkt bewusst unterschritten, um durch die  Tauwasserbildung am Abgaswärmetauscher die Verdampfungswärme zurück zu gewinnen und diese der Beheizung zusätzlich zur Verfügung zu stellen.
siehe auch: Taupunkttemperatur
Begriffe - Kleines Energielexikon
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