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Erdwärme
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| Die Erdwärmenutzung ist nicht zu verwechseln mit
der Nutzung der Erdwärme im Zusammenhang mit Wärmepumpen! |
| Die Temperatur der Erdkruste steigt mit zunehmender
Tiefe um ca. 25 bis 30°C je Kilometer. |
| Besonders in vulkanischen Regionen sind hohe
Temperaturen bereits in geringen Tiefen anzutreffen, da das heiße,
flüssige Magma des Erdinneren bis dicht an die Oberfläche vordringt.
Gerade an diesen Orten kann die Erdwärme energetisch genutzt werden. Sie
wird bereits in einigen Ländern in Tiefen von 500 bis 2.000 Metern -
häufig mit Hilfe von Warmwasser - gefördert. |
| Je nach den geologischen Voraussetzungen sind die
Potenziale sehr unterschiedlich. |
| In Deutschland sind sie zwar nicht unerheblich,
werden bisher jedoch kaum genutzt. Die für die Nutzung notwendigen
Temperaturen liegen viele Kilometer tief. |
| Das erste geothermische Kraftwerk in Deutschland,
das auch Strom produziert, steht in Neustadt-Glewe in
Mecklenburg-Vorpommern und versorgt ca. 1.300 Wohnungen mit Fernwärme. |
| Andere Länder sind hier schon weiter und nutzen
ihre Potenziale bereits stärker. In Paris beispielsweise werden ca.
100.000 Wohneinheiten mit Erdwärme aus einer Tiefenbohrung beheizt. |
Island hat außergewöhnlich gute Voraussetzungen
zur Nutzung von Erdwärme. Hier heizen 37 aktive Vulkane den Untergrund
auf. Island will in spätestens 30 Jahren völlig unabhängig von fossilen
Brennstoffen sein. Über natürlich austretenden oder aus
Bohrlöchern geförderten Wasserdampf werden hier bereits 90 Prozent
aller Haushalte mit Wärme versorgt. |
| Quelle: dena |